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 36. Ordentlicher Verbandstag: Strukturentscheidungen und neue Perspektiven für den Thüringer Tennissport

Vertreter aus 21 Thüringer Tennisvereinen kamen am 8. März 2026 in der Landessportschule Bad Blankenburg zusammen. Neben den Berichten des Präsidiums standen insbesondere Satzungsänderungen, Anpassungen der Wettspielordnung, die Beitragsentwicklung sowie turnusmäßige Wahlen auf der Tagesordnung.

Am 8. März 2026 fand in der Landessportschule Bad Blankenburg der 36. Ordentliche Verbandstag des Thüringer Tennis-Verbandes e.V. (TTV) statt. 21 Mitgliedsvereine waren vertreten und diskutierten über zentrale Themen der Verbandsarbeit. Die Versammlung war geprägt von einer offenen und zugleich konzentrierten Arbeitsatmosphäre sowie einem respektvollen und konstruktiven Austausch zwischen den Delegierten.
Im Verlauf der Mitgliederversammlung wurden zahlreiche Beschlüsse gefasst, personelle Entscheidungen getroffen und wichtige strukturelle Anpassungen beschlossen.

Begrüßung und Grußworte: Sport als verbindendes Element

Präsident Wulf Danker eröffnete den Verbandstag und begrüßte die Delegierten der Mitgliedsvereine sowie die anwesenden Gäste.
In ihren Grußworten würdigten Thomas Schubert, Bürgermeister der Stadt Bad Blankenburg, sowie Thomas Fritsche, Präsidiumsmitglied des Landessportbundes Thüringen e.V., die engagierte Arbeit der Tennisvereine und des Verbandes. Beide betonten die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für den organisierten Sport und hoben hervor, dass Sportvereine wichtige Orte der Begegnung und der gesellschaftlichen Teilhabe seien.

Ehrungen: Engagement und sportliche Leistungen gewürdigt

Ein fester Bestandteil jedes Verbandstages ist die Würdigung besonderer Leistungen im Thüringer Tennissport.
Mit der Bronzenen Ehrennadel des TTV wurden in diesem Jahr Lothar Jakob und Dirk Radyfür ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im Tennissport ausgezeichnet.

Darüber hinaus ehrte der TTV traditionell die Landesmannschaftsmeister der Wintersaison 2024/25 sowie der Sommersaison 2025 und würdigte damit die sportlichen Erfolge der Thüringer Vereine.

Berichte des Präsidiums: Rückblick auf ein aktives Tennisjahr 2025

Nach den Ehrungen wurde der Blick auf das Tennisjahr 2025 gerichtet: In den Berichten des Präsidiums wurde deutlich, dass sich der TTV beständig entwickelt und auf einer engagierten Vereinslandschaft aufbauen kann.
Zum Jahresende 2025 gehörten dem Verband 70 Vereine mit insgesamt 6.512 Mitgliedern an – ein erneuter Mitgliederzuwachs und ein positives Signal für die Entwicklung des Tennissports im Freistaat.

Präsident Wulf Danker: Entwicklungen im Tennissystem und Perspektiven für Thüringen

Präsident Wulf Danker ordnete die Entwicklung des Thüringer Tennissports zunächst in den größeren Kontext der bundesweiten Verbandsstrukturen ein.
Im Deutschen Tennis Bund e.V. seien in den vergangenen Jahren wichtige strukturelle Veränderungen angestoßen worden – unter anderem die Einführung einer hauptamtlichen Verbandsführung sowie die strategische Ausrichtung unter dem Leitbild „TennisDeutschland 2032“. Auch neue Instrumente wie die nationale Turnierlizenz oder die Arbeit in thematischen Kompetenzteams würden die Verbandsarbeit künftig stärker prägen.
Auf Landesebene verwies Danker auf die weiterhin gute Zusammenarbeit mit dem Landessportbund Thüringen e.V. sowie auf strukturelle Entwicklungen im organisierten Sport. Gleichzeitig betonte er die zentrale Rolle der Vereine als Fundament des Tennissports.

Vizepräsidentin Claudia Blechschmidt: Ein lebendiger Wettspielbetrieb

Im Anschluss berichtete Vizepräsidentin Claudia Blechschmidt über die sportliche Entwicklung und den Wettspielbetrieb im Verband.
Der Mannschaftsspielbetrieb bleibt das Herzstück des sportlichen Lebens in den Vereinen. Zahlreiche Teams nehmen an den Sommer- und Winterrunden teil und sorgen für einen lebendigen Wettkampfbetrieb in allen Altersklassen.
Neben den klassischen Mannschaftswettbewerben gewinnen auch neue Formate zunehmend an Bedeutung: Flexible Wettspielformen ermöglichen die gezielte Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen durch die Vereine, die so zusätzliche Angebote für Freizeit- und Mannschaftsspieler generieren können.
Auch die Turnierlandschaft in Thüringen zeigte sich im vergangenen Jahr vielfältig und aktiv – von Jüngstenturnieren über Leistungsklassenformate bis hin zu Landesmeisterschaften in verschiedenen Altersklassen.

1. Vizepräsident Dr. Sebastian Projahn: Solide Finanzen als Grundlage der Verbandsarbeit

Der TTV konnte seine wirtschaftliche Stabilität in den vergangenen Jahren weiter festigen. Durch eine verantwortungsvolle Haushaltsführung sowie stabile Einnahmen konnte der Verband seine Aufgaben zuverlässig erfüllen.
Die wirtschaftliche Grundlage des Verbandes bleibt damit beständig und schafft eine verlässliche Basis für die zukünftige Entwicklung der Verbandsarbeit.

Das Präsidium wurde für das Geschäftsjahr 2025 einstimmig von den Mitgliedsvereinen entlastet.

Zukunft gestalten: Wichtige Beschlüsse des Verbandstages

Nach dem Rückblick auf das vergangene Jahr richtete sich der Blick der Versammlung auf die zukünftige Entwicklung des Verbandes. Der Verbandstag bot dabei zugleich Raum für Austausch zwischen Verband und Vereinen sowie für gemeinsame Entscheidungen zur Weiterentwicklung des Tennissports in Thüringen.

Satzungsänderungen: Anpassung an neue Entwicklungen

Mit mehreren Änderungen der Satzung stellte der Verbandstag wichtige organisatorische Weichen.
So wurde der Verbandszweck künftig ausdrücklich um tennisnahe Sportarten erweitert. Damit reagiert der Verband auf nationale und teilweise auch bereits lokale Entwicklungen in den Vereinen, in denen neben dem klassischen Tennis zunehmend auch Angebote wie Padel, Pickleball oder Beachtennis entstehen.
Darüber hinaus beschlossen die Delegierten, den Turnus des ordentlichen Verbandstages künftig von jährlich auf zwei Jahre umzustellen. In diesem Zusammenhang wurde auch die Amtszeit des Präsidiums von drei auf vier Jahre verlängert.

Anpassung der Beitragsordnung: Beständigkeit für die Verbandsarbeit

Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war die Anpassung der Mitgliedsbeiträge.
Ab dem Beitragsjahr 2027 wird der Jahresbeitrag für Erwachsene von 10,- € auf 13,- € und für Kinder und Jugendliche von 5,- € auf 6,50 € angepasst.
Die Mitgliedsvereine folgten dem Vorschlag des Präsidiums und bestätigten die Beitragsanpassung. Damit schaffen Verband und Vereine gemeinsam eine stabile finanzielle Grundlage, um auch künftig einen verlässlichen Spiel- und Wettkampfbetrieb, eine engagierte Nachwuchsarbeit sowie eine leistungsfähige Verbandsstruktur sicherzustellen.

Änderungen der Wettspielordnung

Auch im sportlichen Bereich wurden Anpassungen der Wettspielordnung beschlossen.
Eine wesentliche Änderung betrifft das Melderecht von Spielerinnen und Spielern: Ab dem 01.10.2026 wird es unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein, dass Spielerinnen und Spieler eines TTV-Vereins zusätzlich für einen Verein eines anderen Landesverbandes gemeldet werden können – und umgekehrt. Damit reagiert der TTV auf bundesweite Entwicklungen im Tennissport und schafft die strukturellen Voraussetzungen für ein verbandsübergreifendes Spielrecht.
Eine weitere wichtige Änderung betrifft den Mannschaftsspielbetrieb der Vereine. Spielgemeinschaften als Organisationsform sind ab 01.10.2026 nicht mehr vorgesehen. Hintergrund ist, dass mit den erweiterten Zweitspielrechten inzwischen flexiblere Möglichkeiten bestehen, personelle Engpässe in Mannschaften auszugleichen.

Präsidiumswahlen: Kontinuität und neue Impulse

Ein weiterer zentraler Tagesordnungspunkt waren die turnusmäßigen Wahlen des Präsidiums.
Die Delegierten bestätigten das bisherige Präsidiumsteam und erweiterten es zugleich um zwei neue Mitglieder.
Gewählt wurden Wulf Danker als Präsident, Dr. Sebastian Projahn als 1. Vizepräsident, Claudia Blechschmidt als Vizepräsidentin sowie als neu hinzukommende Vizepräsidenten Dr. Philipp Heß und Cora Zöllner.
Mit dieser Zusammensetzung verbindet das Präsidium Kontinuität in der Verbandsführung mit neuen Impulsen für die zukünftige Entwicklung des Thüringer Tennissports.

v.l.n.r.: Dr. Sebastian Projahn, Dr. Philipp Heß, Cora Zöllner, Claudia Blechschmidt und Wulf Danker

Weitere Wahlen

Darüber hinaus wurden weitere Funktionen im Verband besetzt.
Als Kassenprüfer wurden Holger Tittelbach und Mario Wanitschka gewählt, als Ersatzkassenprüfer Mirco Dalski.
Zum Vorsitzenden der Rechtskommission wurde Dr. Torsten Meisel gewählt, Martin Feustel und Uwe Gebhardt wurden als Beisitzer bestätigt.

v.l.n.r.: Mario Wanitschka, Dr. Torsten Meisel und Martin Feustel

Haushaltsplanung: Verlässliche Grundlage für die kommenden Jahre

Der Verbandstag bestätigte außerdem einstimmig die Haushaltsplanungen für den Doppelhaushalt der Jahre 2026 und 2027.

Ein Verbandstag des Miteinanders

„Mit den gefassten Beschlüssen setzen wir wichtige Impulse für die strukturelle und organisatorische Weiterentwicklung unseres Verbandes“, erklärte TTV-Präsident Wulf Danker. „Unser Ziel ist es, den Verband nachhaltig und modern aufzustellen und gleichzeitig verlässliche Rahmenbedingungen für unsere Vereine zu schaffen.“

Der 36. Ordentliche Verbandstag hat gezeigt, dass der Thüringer Tennissport auf einer engagierten Vereinsstruktur und einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Verband und Mitgliedsvereinen basiert. Die sachlichen Diskussionen und die breite Zustimmung zu den gefassten Beschlüssen verdeutlichten den gemeinsamen Willen, den Tennissport in Thüringen nachhaltig zu stärken und den Verband organisatorisch wie sportlich zukunftsfähig aufzustellen.

Der Verbandstag in Bad Blankenburg setzte damit wichtige Impulse für die weitere Entwicklung und Zusammenarbeit innerhalb des TTV.

Weitere Informationen zum 36. Ordentlichen Verbandstag sind dem offiziellen Verbandstagsheft zu entnehmen.

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